Das war mein Frühling!

Gerade habe ich Fotos angeguckt und aussortiert, dann auf das Datum geschaut und gemerkt, dass ja schon Juni ist. Ja ja, ich weiß... ich gehe jetzt einfach einmal von der meteorologischen Jahreszeit aus. Denn: auch wenn es immer wieder Tage gibt, an denen es sehr viel regnet und es kühler wird, treten die Tage, an denen das Thermometer fast die 30-Grad-Grenze knackt, immer häufiger auf. Zeit für mich, um auf die letzten Wochen zurückzuschauen und euch ein paar (viele) Bilder zu zeigen. Denn: der Blog wird schließlich 2 Monate alt! Und es waren wirklich aufregende Wochen, sodass es sich nach viel mehr anfühlt.

Im April fing das Sommersemester an. Ich bin trotz recht langer Semesterferien mehr hineingestolpert. Den Plan, welchen ich vor Augen hatte, habe ich über den Haufen geworfen und mich für eine andere Richtung entschieden - was gut so war. Die letzten Semester neigte ich immer dazu, alle Module schnellstmöglich zu erfüllen, meine Leistungen fix zu erbringen... doch letztendlich habe ich gemerkt, dass ich vieles auch erst einmal sacken lassen muss. Zudem war auch allgemein ein bisschen viel Chaos in meinem Kopf, das in Ordnung gebracht werden musste. Ich habe realisiert, dass ich schon nach drei Monaten Sommersemester Leipzig adé sagen werde. Einerseits brauche ich das wirklich: eine neue Stadt, neue Menschen, neue Aufregung. Aber andererseits werden meine liebgewonnenen Freunde bald hunderte Kilometer weit weg sein. Also entschloss ich mich, "nur" das Fachpraktische Seminar in der Schule zu machen (...was nicht wirklich weniger Arbeit war) und viel im Wahlpflichtbereich. Zudem merkte ich, wie kostbar die Zeit mit den anderen Studierenden und mit meinen Freunden ist. Die ersten (sehr) warmen Tage wurden zum Grillen genutzt, für Kaffee-Nachmittage, für Terrassen-Schreibtischarbeit. Die Sandkasten-Badewanne wurde eingeweiht, das Platschbecken aufgebaut und der Ventilator in meiner Wohnung im vierten Stock herausgeholt.

Anfang Mai fand eine große Tagung von Theologiestudierenden im wunderschönen Kloster Drübeck statt. Wir haben überlegt, wie wir als zukünftige Pfarrer und Pfarrerinnen die Kirche von morgen gestalten können. Moderner, frischer, traditioneller? Es wurde über Projekte wie Fresh-X und Erprobungsräume referiert, aber auch über große (klassische?) Landgemeinden diskutiert.

Kaum hatte ich meinen Mietvertrag gekündigt, sah ich mir auch schon die erste Wohnung in einer anderen Stadt an und - Volltreffer. Nach einigen Reibereien scheint nun hoffentlich alles in trockenen Tüchern zu sein. An den Wochenenden tobte ich mich mit meiner Nichte auf dem Spielplatz aus und hatte danach Grund zu kuuuscheln und ein kleines Mittagschläfchen einzuschieben ;-)

Unser Alwin wurde zudem 6 Jahre alt! Er befindet sich also mittlerweile voll in der Midlife-Crisis...

Mai ist auch Konfirmationsmonat. Ich ließ es mir nicht nehmen, in meinen "alten" Praktikumsort zu fahren, dort wenigstens eine kleine Aufgabe zu übernehmen, mit "meinem" Pfarrer zu schnacken und den Konfirmanden zu gratulieren. Und da ich ja sooo lange nicht mehr da war, durfte ich mich durch sämtliche Kuchenvariationen probieren. Ach ja, die lieben Omis!

Auf der Rückfahrt wagte ich mich tatsächlich, unser neues (für mich wirklich großes) Auto zu fahren...

Aber auch die Wochenenden in Leipzig waren schön und schmackhaft.

Am Pfingstwochenende wollten wir eigentlich wandern gehen, wurden aber von einem ziemlich heftigen Gewitter erfasst und kehrten daraufhin wieder um. Zuhause buk ich dann lieber leckeres Clafoutis in abgewandelter Form - eine ganz einfache französische Nachspeise. Üblichereise mit Kirschen, uns schmeckten Blaubeeren auch ganz gut.

 

Die letzten Wochen waren recht stressig in der Uni. Kleinere Referate standen an, aber auch eine große Unterrichtsstunde in einer zehnten Klasse am Gymnasium. Ja, Lehrämter werden jetzt schmunzeln, weil das für routinierte Lehramtsstudenten sicher weniger aufregend ist. Für mich war das jedoch eine ganz besondere Erfahrung, weil es bis zum Vikariat das erste und einzige Mal war. Und dazu kein einfaches Thema. Auch wenn der Kindertag eine "heidnische" Erfindung ist, so weiß ich dennoch, wie sehr ich mich während der Schulzeit (und auch jetzt noch!) über eine kleine Aufmerksamkeit freue. Deswegen klebte ich noch am Abend vorher an die Gummibärchen einen lieben Gruß. Und siehe da - trotz Zeitnot gelang die Stunde ziemlich gut und ich war sehr glücklich (... und etwas stolz).

Und nun sitze ich bei über 25 Grad in Leipzig mit einer dicken Erkältung, absolviere ein Blockseminar zu "Christentum und Islam", habe die ersten Umzugskartons geordert, fiebere auf meine Ivrit-Sprachprüfung hin und muss noch einen Unterrichtsentwurf schreiben. Und ja, das Semester ist nur noch knappe 4 Wochen lang. Die nächsten Wochen werden intensiv, spannend und vor allem (zu) schnell vorüber gehen. Dennoch möchte ich sie genießen - denn mit dem nächsten Wintersemester wird sich vieles ändern, da bin ich mir sicher.

Ihr wollt genauer wissen, was ich unter der Woche oder am Wochenende so treibe? Dann schaut doch einmal hier oder hier vorbei. Oder ihr bleibt bei meinen Essengewohnheiten hängen. Ich wünsche Euch einen wunderbaren Sommerstart!

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