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Surffreizeit auf Fehmarn

Nach einer kurzen Blogpause gibt es nun den Bericht über die Surffreizeit auf Fehmarn. Mit 21 Jugendlichen ging es für 10 Tage auf die Insel für Sonne, Sand, Spiel, Session und Surfen.
Nach einer kurzen Blogpause gibt es nun den Bericht über die Surffreizeit auf Fehmarn. Mit 21 Jugendlichen ging es für 10 Tage auf die Insel für Sonne, Sand, Spiel, Session und Surfen.

Ab in den Norden... der Sonne hinterher!

An einem Freitag starteten wir bei Sonnenschein in Nordhausen und drei Kleinbussen unsere Fahrt Richtung Ostseeinsel. Nach aufregenden Tagen, an denen wir ein paar Mitarbeiter wegen Krankheit verloren hatten, konnten spontan andere einspringen, die am Samstag dann auch alle da waren. Nach einer langen Fahrt, Stop and Go und Stau verließen wir endlich das Festland, überquerten die Brücke und landeten auf der Insel. Wir bezogen unser Domizil für die nächsten 10 Tage, wurden herzlichst vom Küchenteam (Anja, Andreas und Bo-Mattis) begrüßt und wie die folgenden Tage auch vorzüglich bekocht. Der erste Abend ging schon lustig los mit schwierigen Quizfragen und dem selbst komponierten Fehmarn-Song (später kam auch noch die Piraten Hymne von den 257ern dazu). Am späten Abend wagten die Mutigen schon einen Sprung ins kühle Nass. Der erste volle Tag auf der Insel wurde bei wärmender Sonne am Strand mit einigen Spielen verbracht und wir lernten uns alle schon näher kennen. Darauf ging es dann auch schon mit dem Surfen in Wulfen los. Nach ein paar Einweisungen und Trockenübungen am Land stiegen wir in die Neoprenanzüge und wagten erste vorsichtige Versuche. Am nächsten Tag wurden die Künste dann weiter ausgefeilt, wir konnten uns schon bald drehen. Aber Obacht: nicht in jede Richtung, denn immer schön schauen, aus welcher Richtung der Wind kommt! Jedenfalls hatten wir mit unseren Surflehrern und Lehrerinnen sehr viel Spaß  - vor allem mit dem holländischen Akzent.

Wenn wir gerade einmal nicht auf dem Wasser waren...

... entspannten wir uns natürlich auch einmal in der Sonne im Sand und spielten Karten. Allerdings wurde nicht lange still gesessen. Im Garten wurde das Netz gespannt und Volleyball gespielt, ein paar Wiesen weiter lockten die Männer alle mit Ultimate Frisbee an. Kreativ wurde es beim Foto-Workshop, wo die digitalisierten Bilder auf wundersame Weise auf geschliffenes Holz kamen.

Jeden Tag gab es eine Session bzw. Andacht (mit musikalischer Gitarrenbegleitung von Betti!). Wir fingen mit David aus dem Alten Testament an, wie er erwählt wurde, wie er siegte und König wurde, wie er versagte und Fehler machte. Weiter ging es im Neuen Testament mit dem Zöllner Zachäus, Jesu Seewandel, Paulus und Silas...

Ganz vielen in unserer Gruppe waren diese Themen fremd, vielleicht hörte sich so manches komisch an. Aber jeder Teamer verbrachte jeden Tag eine intensive Zeit mit seinen Schützlingen, mit denen er immer weiter zusammenwuchs und eben tatsächlich über Gott und die Welt reden konnte. Auf dieser Freizeit waren so ganz unterschiedliche Menschen dabei, ganz andere Charaktere und doch hat alles so gut zusammengepasst und wir haben uns gegenseitig ergänzt. Auch wenn es manchmal eine Zickerei oder Zoff gab... es wäre ja sonst langweilig, Wichtig war, dass eben nicht nur an der Oberfläche eines jeden gekratzt wurde, sondern dass eben einmal das eigene Leben wichtig wurde, eigene Taten, eigene Befindlichkeiten. Und eben auch der eigene Glauben, der während dieser Woche wachsen konnte. Jeder konnte seinen eigenen Zugang finden: in der Natur beim Sport, in gemütlicher Runde auf dem Sofa beim Spielen, im Wasser und in der Sonne am Strand, allein in Ruhe mit einem Brief, beim Lagerfeuer mit zuckersüßen Marshmellows und Würstchen mit Käsefüllung. Und jeden Tag merkten wir, dass Liebe durch den Magen geht, wenn wieder einmal fantastisches Essen auf dem Tisch stand. (Anja, ich bin immer noch so dankbar für diesen zauberhaften Milchreis, der auf meinen vom Surfen ausgehungerten Magen wartete).

 

Die Insel hat noch me(e)hr zu bieten!

Zwischen Surfen, Spielen, Sessions und Strand gab es auch zwei Ausflüge. Eine Gruppe schaute sich im Meereszentrum verschiedenste Fische (und Haie!) an, eine andere kletterte weit hinauf an alten Silos. Unser Simon erhaschte tatsächlich (einen kurzen) Blick nach Dänemark. Nach ein paar Tagen wurden dann noch in Burg (unsere kleine "Shoppingmetropole"), wo es übrigens sehr leckeres Eis gibt, für die letzten drei Tage Räder ausgeliehen. Zunächst waren sie super, um schnell zum Strand oder in die Stadt zu kommen, später fuhren wir einmal quer über die ganze Insel nach Puttgarden zum Fährhafen und konnten die Silhouette Dänermarks sehen - eine richtig lange Tagestour schafften wir also (aber auch mit so manchen Pannen). Zum Abschluss des Tages feierten wir im Freien einen Gottesdienst, der vorher in kleinen Gruppen und Workshops vorbereitet wurde. Herrlich war das mit frischen Wildblumen, Weizen und dem Sonnenuntergang im Nacken.

Nach diesem sonnigen Tag, an dem wirklich jeder braun (oder rot) wurde, war bis zur Abfahrt (leider) Regen angesagt.

Etwas verrückt...

... wurde es zwischendurch beim Krimiabend. Oberinspektor Willi wies die fähigen Ermittlergruppen ein, die nach dem Mörder von Raul suchen sollten. Die verrückte kleine Schwester (ich) und der Obdachlose vor dem Haus waren dabei keine große Hilfe. Jedoch konnten durch intensive Befragungen der anderen auf dem Grundstück die Täter ermittelt werden (die "Drogen" im Strandkorb, wo El Chico saß, waren sehr verdächtig...).

Zu guter letzt gab es am Abschlussabend eine Bad Taste-Party, fettige Burger und jede Menge crazy Spiele. Ich würde sagen, alles in allem sehr gelungen - und wir fuhren beseelt, müde aber glücklich nach Hause. Ich sage nur: bis zum nächsten Jahr und danke für die tolle Zeit!

Danke an Martin, Richard und viele andere für die Bilder. Mehr Impressionen gibt es auch bei der Herzschlag Jugendkirche.

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