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Erinnerungen ans Meer (Verlosung)

Dieser Beitrag ist in Kooperation mit Posterlounge entstanden. (Werbung)

Es gab einen Tag, es war gefühlt wie immer Herbst, aber nicht zu kalt. Ich trug eine Windjacke und feste Gummistiefel. Vor ein paar Wochen wurde eine Seebrücke eröffnet und wir wollten uns sie an diesem Tag einmal anschauen. Ich bin noch zu klein gewesen, um dem Ganzen etwas so besonderes abzugewinnen. Ich wollte eigentlich nur über Wellen hüpfen, in Pfützen springen und meinen Namen in den Schlick schreiben.

 

An diesem Tag betrat ich die Seebrücke zum ersten Mal, lief über ganz neues Holz, sah hinunter zu den zwischen Schilf freigespülten Prielen und fragte mich, ob man sich weh tun würde, wenn man hinunterspränge. Unser erster Hund Hutsch ist auch noch dabei gewesen, ein Terriermischling, schon ganz eckig darauf zu laufen und zu schnüffeln.

 

Ein lauer Sommerabend. Das Gosch-Restaurant am Anfang der Seebrücke hatte eröffnet und wir sind dort essen gegangen. Ich trug ein Sommerkleid, bin größer geworden. Die Sonne neigte sich ganz langsam und wir machten einen Verdauungsspaziergang nach vorn. Frauen zogen sich die Tücher um die Schultern, schoben sich die Sonnenbrillen zurück ins Haar und genossen die Abendsonne. Junge Paare kamen mit Volleybällen nach einem langen Sommertag zurückgelaufen. Ich lief vor, konnte es kaum erwarten zum erst möglichen Punkt zu kommen, um hinunter zu laufen. Ich erreichte den kleinen Abzweig, sah meine Mama fragend an, sie unterhielt sich und ich setze mich auf das Bänkchen und zog meine Sandalen aus. Ging die Treppen hinunter und grub meine Füße in den hellen, noch ganz warmen Sand.

 

Mai. Frische, steife Brise. Wärmende, erste Sonnenstrahlen. Pfingstferien. Alwin hatte seinen Welpenspeck immer noch nicht verloren, die langen Beinen trugen ihn im Galopp wie ein Pferd. Er lief frei herum, drehte seine Runden und raste. Wir liefen barfuß durch das kühle Wasser, vergruben die Zehen im festen, nassen Sand, zogen wirren Linien. Die hochgekrempelte Hose wurde in den Kniekehlen nass. Wieder. Wie immer. Mit Alwin stapfte ich den Strand zurück noch etwas weiter, zu dem ersten bzw. letzten Teil der Brücke. Dort, wo der Sand unebener ist. Alle anderen gingen schon vorn an der Schrägen hinauf, klopften Schuhe ab, schabten die Sohlen an den Holzenden. Ich lief parallel zu ihnen zurück, etwas entfernt. Wir kamen zu den Treppen, die letzte Möglichkeit, um auf die Brücke zu kommen. Die Füße voller Sand, unter den Nägeln gesammelter Dreck. Salzverklebte Haut. Alwin lechzte nach Wasser. Wir gingen die wenigen Stufen hinauf und ich drehte über einem Becken das Rädchen auf, das Wasser sprudelte. Mit einem kleinen Handtuch und meinen Schuhen warteten die anderen. Ich setzte mich auf die Bank in dem kleinen Häuschen und zog mich an, bevor es dann wirklich nach Hause ging.

 

Wir lagen in einem Strandkorb, die Tücher über Beine gelegt, die Stranddecke um uns gewickelt, das Bandana festgezogen. Die anderen zwei Strandkörbe hielten den Wind zurück. Die Sonne strahlte und strahlte. Es war Juli und ich war glücklich. Meine 9-Euro-Sonnenbrille, die mich aussehen ließ wie eine russische Oma, machte mich glücklich. Dieser Nordseesommer machte mich glücklich. Das warme, raue Holz unter meinen sandig-salzigen Füßen machte mich glücklich.

 

"Wollen wir jetzt zurück über den Strand laufen?"

 

"Und wenn wir über die Brücke ins Dorf gehen? Ein Eis essen?"

 

"Oh ja, Eis."

 

[...]

 

"Wollen wir hier schon hoch oder vorn?"

 

"Vorn, hier ist es gerade so voll."

 

Wir stapften über die buckeligen Sandhügel, weiter zur kleinen Treppe, wo Eltern ihren übermüdeten und überhitzten Kindern den Schweiß und Sand des Tages abspülten. Das Häuschen war voll mit Kindern und Müttern, die mit Handtüchern und frischen T-Shirts herumwedelten. Ein Hund lag in der Mitte und genoss den Schatten, der Lärm war ihm egal. Wir liefen vorbei, meine Füße brannten durch das viele Spazierengehen und das raue, heiße Holz, über das ich nun mittlerweile seit 12 Jahren lief. Einige Bretter sahen viel neuer aus als andere, wurden schon ausgewechselt, weil sie unzählig Füße getragen hatten, mit unzähligen Tropfen Salzwasser umspült worden waren und irgendwann brachen, vielleicht sogar bei hoher Flut wegschwammen.

 

Seit 12 Jahren kenne ich das Wartehaus auf der Seebrücke in St. Peter-Ording. Ein kleines Häuschen, das dazugehört, das einfach schon immer da ist. Ich nutzte es, ich war froh, über diese Abzweigung und Ruhestätte, durch die man schon 5 Minuten früher den Sand unter den Füßen spürte. Und doch habe ich kein einziges Bild von diesem Häuschen. Weil es so normal für mich ist, so selbstverständlich, dass es nie einen Grund gab, um es zu fotografieren. Doch nachdem mich Juliane von Heldenstadtbewohner für diese Blogparade nominiert hatte, stöberte ich auf Posterlounge.de und stieß auf diese Fotografie, die Erinnerungen aus alten, schönen Zeiten aufleben lässt. Dank Posterlounge.de durfte ich mir das Motiv mit dem Wartehaus auf der Seebrücke auf einen großen Holzschnitt drucken lassen, der mich an das warme, hellgraue Holz erinnert und nun die bisher kahle Wand der neuen Wohnung ziert.

 

Nun habt auch ihr die Chance, eure Wände zu verschönern, Motivation zu erhaschen oder Erinnerungsmomente wiederzufinden. Ich darf an euch einen Gutschein im Wert von 50 Euro verlosen! Schreibt dazu unter diesem Post, was ihr gern mit eurem Liebslingsmotiv machen würdet - sucht ihr noch eine Motivation fürs Arbeitszimmer? Vielleicht habt ihr ja sogar schon etwas passendes gefunden! Erhöhen könnt ihr eure Gewinnchance, indem ihr auf Instagram oder Facebook den dazugehörigen Beitrag kommentiert.

 

Das Gewinnspiel endet am 21.11.2017 um 23:59 Uhr. Teilnahmeberechtigt sind alle Personen über 14 Jahre mit einem Wohnsitz in Deutschland. Der Gewinner wird am 22.11.2017 benachrichtigt und bekommt einen Gutscheincode zugesandt. Es erfolgt keine Barauszahlung.

 

Meine lieben Blogger-Kolleginnen Priska von Mamalismus, Nadine von The Lipstick Fox und Geertje von Wandelsinn dürfen sich jetzt schon freuen, denn ich möchte sie für diese Blogparade nominieren und auch sie dürfen sich bei Posterlounge ein Lieblingsmotiv aussuchen. Ihr erhaltet von mir eine Mail!

Stöbern könnt ihr alle nun unter www.posterlounge.de !

Viel Spaß und Erfolg! Alles Liebe, Therese.

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